MiKA im Überblick
Das Projekt MiKA beschäftigt sich mit kindlichen Vorstellungen von Diversität in Familien. In Forschungswerkstätten wird mit Schüler*innen der Primarstufe 2 (dritte und vierte Klasse der Volksschule) gemeinsam geforscht. In Kooperation mit Lehramtsstudierenden der PH Wien wird ein Kartenset “Familie Kunterbunt. Entdeckungskarten zur Diversität von Familien” entwickelt. Dieses Kartenset wird als didaktisch einfach anwendbares Unterrichtmaterial zur Verfügung stehen, um die Diversität von Familien im Unterricht bearbeitbar zu machen.
Projektleitung: Univ.- Prof.in Dr.in Ulrike Zartler-Griessl, PD
Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF), vertreten durch die OeAD GmbH, im Rahmen des Sparkling Science 2.0 Programms gefördert.
Forschungsinteresse
Familien sind zunehmend divers und komplex. Daraus resultieren zwei zentrale Herausforderungen für Forschung und Schulen: (1) Das Wissen darüber, wie Kinder mit dieser Komplexität umgehen und welche Familienbilder ihnen in ihrem Alltag begegnen, ist limitiert, da kindliche Perspektiven nicht ausreichend und oft nicht mit adäquaten Methoden berücksichtigt werden.
(2) Lehrpersonen sind häufig mit der Diversität und Komplexität von Familien konfrontiert und auch durch den Lehrplan gefordert, diese zu thematisieren – für die didaktische Umsetzung im Unterrichtsalltag fehlen jedoch unkompliziert einsetzbare Materialien.
Das Projekt MiKA adressiert diese Herausforderungen und beschäftigt sich mit den kindlichen Vorstellungen von Diversität in Familien.
Kinder beschriften Sonnenstrahlen mit Assoziationen zu den Themen der Sonne.
Zielgruppe und Methode
Basierend auf einem partizipativen Konzept wird gemeinsam mit Schüler*innen der Primarstufe 2 (dritte und vierte Schulstufe der Volksschule) zur Diversität von Familien geforscht und in Kooperation mit Lehramtsstudierenden der PH Wien ein didaktisch einfach verwendbares Kartenset “Familie Kunterbunt. Entdeckungskarten zur Diversität von Familien” entwickelt.
Die Schüler*innen forschen in vier Forschungswerkstätten mit innovativen Methoden („Schnitzeljagd“ zur Sammlung von Familienbildern, Artefaktanalyse, Concept Cartoon Diskussionen). Um die didaktische Umsetzbarkeit im Unterricht zu sichern und nachhaltige Wirkungen zu erzielen, sind die Lehramtsstudierenden der PH Wien in den gesamten Forschungsprozess involviert. Sie konzipieren die Forschungswerkstätten mit und evaluieren das Kartenset in ihren Praxisklassen mit Schüler*innen der Primarstufe (Peer-Feedback).
Das gemeinsam entwickelte Kartenset wird über die Projekt-Homepage dauerhaft und kostenlos verfügbar sein. Um weitere nachhaltige Effekte zu erzielen, werden Kartenset und Forschungsergebnisse im Rahmen einer öffentlich zugänglichen Abschlussveranstaltung präsentiert.
Zeichnungen der Kinder werden in einer gemeinsamen Runde besprochen.
Unsere Kooperationspartner*innen
Volksschule Dietrichgasse, Wien
Volksschule Großhöflein, Burgenland
Pädagogische Hochschule, Wien